
Die Vier-Quadrate-Technik (Four Squares Technique) setzt an der Schnittstelle von Hypnose, EMDR und Zeichnen an. Sie nutzt Elemente wie einen sicheren Ort, die Brücke der Emotionen, die Einschätzung der Intensität der Störung und die Fokussierung der Aufmerksamkeit auf einen abwechselnden und repetitiven bilateralen Reiz. Dieser Reiz wird von indirekten verbalen Suggestionen begleitet, um Veränderungen zu fördern. Der Therapeut konzentriert sich auf den Patienten und beobachtet dessen Entwicklung. Bei richtiger Anwendung ermöglicht diese Therapie, pathologische Verhaltensweisen durch adaptivere Modalitäten zu ersetzen und neue Ressourcen zu erschließen. Die Technik eignet sich sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und ist mit verschiedenen psychotherapeutischen und psychosomatischen Ansätzen kompatibel. Patienten, die am meisten davon profitieren können, sind unter PTBS, Phobien (einschließlich sozialer Phobien), Angststörungen, psychischen Schmerzen, Konversionszuständen, angstbedingten Schulschwierigkeiten, sozialem Stress, wiederkehrenden Träumen, Albträumen, geringem Selbstwertgefühl und negativen Gedanken. Es ist möglich, an Themen der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft zu arbeiten. Diese Methodik basiert auf gemeinsamen Erfahrungen von Therapeuten, die auf Traumaintervention spezialisiert sind. Ihre Ursprünge liegen im Jahr 1997 in Mexiko nach einem Hurrikan, die Entwicklung begann 1999 nach einem Erdbeben in der Türkei. Im Jahr 2000 erhielt Lucina Artigas einen EMDRIA-Preis für ihre kreative Innovation, die „Schmetterlingstechnik“, bei der beidseitige Selbststimulation durch leichtes Klopfen auf die Arme erfolgt. 2006 adaptierte D. Lanch das Protokoll für Einzeltherapiesitzungen und nannte es „Vierfeldertechnik“. Schließlich stellten L. Burkhardt und K. Schmidt-Riese die „Vier-Kompartiment-Technik“ 2009 in der Schweiz während eines Seminars zur allgemeinen Psychotraumatologie vor.